Fibromyalgie verstehen: Wege aus Schmerz, Fatigue & Zell-Erschöpfung

Shownotes

In dieser Folge lernst du:

Was bei Fibromyalgie auf zellulärer Ebene und im Nervensystem passiert

Warum fehlendes ATP die Muskeln an der Entspannung hindert (Tender Points)

Die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse und stiller Entzündungen

Ganzheitliche Ansätze für Nervensystem-Regulation, Zellenergie und Entlastung

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Transkript anzeigen

00:00:00: Fibromialgie bedeutet übersetzt Phasermuskelschmerz.

00:00:04: Doch wer selbst darunter leidet oder jemanden im nahen Umfeld hat, weiß ganz genau dass dieser Begriff der Realität kaum gerecht wird!

00:00:13: Es ist weit mehr als nur ein bisschen Muskelkater – ein Ziehen im Rücken oder die übliche Müdigkeit nach einer langen Arbeitswoche.

00:00:22: Es ist ein komplexer Zustand, der das gesamte Leben der Betroffenen auf den Kopf stellen kann….

00:00:29: Viele Betroffene beschreiben ihren Alltag wie einen täglichen Kampf gegen den eigenen Körper.

00:00:36: Man wacht morgens auf und fühlt sich bereits beim ersten Öffnen der Augen, als hätte man die gesamte Nacht durchgearbeitet oder ein Marathon absolviert.

00:00:46: Die Glieder sind blei schwer – die Muskeln brennen wie nach einem extremen Workout und die Gelenke wirken wie eingerostet!

00:00:55: Hinzu kommt eine tief sitzende chronische Erschöpfung, den der Fachwelt oft als Fatigsyndrom bezeichnet.

00:01:04: Diese Erschöfffung unterscheidet sich grundlegend von gewöhnlicher Müdigkeit, denn sie lässt sich durch normalen Schlaf schlichtweg nicht mehr beheben – egal ob man sechs-, acht- oder zehn Stunden schläft.

00:01:19: das Gefühl der absoluten Energielosigkeit bleibt bestehen!

00:01:23: Dazu gesellen sich häufig massive Schlafstörungen, ausgeprägte Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen, Migräne oder auch hartnäckige Magen-Darmbeschwerden.

00:01:36: Das schlimmste für die meisten Betroffenen ist jedoch nicht nur der Schmerz selbst sondern das damit verbundene Gefühl der Hilflosigkeit und des Unverständnisses.

00:01:48: Wenn man sich auf den Weg Von Arzt zu Arzt macht, erlebt man oft eine jahrelange Odyssee.

00:01:55: Da klassische Röntgenbilder, MRT-Aufnahmen oder routinemäßige Standardblutwerte meist völlig unauffällig sind, stehen Schulmediziner oft ratlos vor dem Krankheitsbild.

00:02:07: Nicht selten bekommen Patienten dann zu hören dass sie organisch völlig gesund sein und das es sich vermutlich um reine Einbildung Stress oder eine psychische Überlastung handele.

00:02:21: Diese Aussage ist für Leidende ein absoluter Schlag ins Gesicht.

00:02:25: Fibromyalgie ist definitiv keine Einbildung, es ist auch kein rein psychisches Problem – es handelt sich um eine reale tiefgreifende zelluläre und neurologische Dysbalance im gesamten Organismus!

00:02:42: Wenn wir die physiologischen Hintergründe verstehen und genauer hinschauen, was im Körper auf zellulärerer Ebene und im Nervensystem tatsächlich abläuft, verlieren wir Schritt für Schritt die Angst vor diesem Zustand.

00:02:56: Und gewinnen die Kontrolle über die eigene Gesundheit zurück!

00:03:01: Um zu begreifen wie Fibromyalgie entsteht und warum die Symptome so extrem vielseitig sind müssen zwei Hauptsysteme im Körper ganz genau betrachtet werden das Nervensystem und die celluläre Energieversorgung.

00:03:17: Zunächst lohnt sich der Blick auf das Nervensystem, der menschliche Körper verfügt über ein hochkomplexes wunderbar ausgetüfteltes Alarmsystem für Schmerz.

00:03:29: Dieses System ist lebensnotwendig denn schmerz ist primär ein Schutzsignal dass vor Verletzungen und Gewebeschäden waren soll.

00:03:38: Bei Menschen mit Fibromyalgie ist dieses lautstärke Regler-System jedoch massiv verstellt.

00:03:45: Die Medizin spricht in diesem Zusammenhang von einer sogenannten zentralen Sensibilisierung.

00:03:52: Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass Gehirn und das Rückenmark verarbeiten Schmerzreise auf eine völlig Veränderte über sensible Art und Weise.

00:04:03: Reize die bei einem gesunden Menschen als völlig harmlos Als leichter Druck oder als sanfte Berührung wahrgenommen werden, treffen bei Fibromyalgie Betroffenen auf ein Nervensystem das dieses Signal sofort wie einen lauten Feueralarm interpretiert.

00:04:21: Der Schmerzregler im Gehirn steht permanent auf höchster Stufe.

00:04:25: Das vegetative Nerven-System besteht aus zwei großen Gegenspielern – dem Sympathikus und dem Parasympathicus.

00:04:34: Der Sympathikus ist unser biologisches Gaspedal.

00:04:38: Es ist zuständig für Leistung, Stress, Flucht und Kampf.

00:04:43: Er sorgt dafür, dass Herzfrequenz und Blutdruck steigen wenn Gefahr droht!

00:04:49: Der Parasympathicus dagegen ist unsere biologische Bremse – er ist verantwortlich für Erholungen, Regeneration, Verdauung.

00:05:02: Bei Fibromyalgie betroffenen läuft dieses Gaspedal der Sympathikus dauerhaft auf Anschlag.

00:05:10: Das System befindet sich in einer chronischen Übererregung, in einem permanenten biologischen Überlebensmodus und wenn der Symphatikus pausenlos Dauerfeuer gibt schüttet der Organismus kontinuierlich Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol aus.

00:05:30: Die Folge davon ist gravierend.

00:05:32: Die Muskulatur spannt sich unwillkürlich dauerhaft an, die kleinsten Blutgefäße verengen sich und die Mikrozirkulation im Gewebe bricht ein.

00:05:43: Genau an dieser Stelle beginnt ein Teufelskreis aus dem viele Betroffene ohne gezielte Intervention nicht mehr herauskommen.

00:05:52: Durch die verringerte Durchblutung gelangt viel zu wenig Sauerstoff in die tiefen Muskelschichten und ins Bindegewebe.

00:06:01: Gleichzeitig können Stoffwechsel-Abbauprodukte nicht mehr effizient abtransportiert werden, das Gewebe übersäuert leicht, entzündet sich lokal und sendet – ununterbrochen neue Schmerzsignale zurück an das Gehirn.

00:06:17: Das Gehirne registriert diesen Schmerzen und schüttelt als Reaktion noch mehr Stresshormone aus was die Muskelspannung weiter erhöht und die Durchblutung noch mehr drosselt.

00:06:29: Um das Ausmaß dieser Kaskade vollkommen zu verstehen, müssen wir eine Etage tiefer gehen.

00:06:36: Direkt in die Zellen und zu den kleinsten Kraftwerken des Körpers – den Mithochondrien!

00:06:42: Den Mithokondrien befinden sich in nahezu jeder Zelle unseres Körperns.

00:06:48: Ihre Hauptaufgabe ist es, Tag- und Nacht den zellulären Treibstoff herzustellen ohne den menschliches Leben unmöglich wäre… Das sogenannte Adenosintrifosfahrt, kurz ATP.

00:07:03: Ob das Herzschläge Gedanken geformt werden?

00:07:06: Werden die Leber entgiftet oder einen Muskel kontraieren soll?

00:07:10: Für jede einzelne dieser Handlungen ist ATP die unverzichtbare Währung!

00:07:17: Bei chronischen Schmerzzuständen und ganz besonders bei der Fibromyalgie liegt im Gewebe sehr häufig eine schwere, celluläre Energiekrise vor – die sogenannte mitochondriale Dysfunktion.

00:07:32: Man kann sich diesen Zustand vorstellen wie eine große Fabrik deren Stromzufuhr von außen drastisch gedrosselt wird!

00:07:41: Die Fließbänder verlangen samm sich, die Maschinen laufen nur noch auf Sparflamme und komplexe Reparaturarbeiten im Werk müssen komplett eingestellt werden.

00:07:52: Genau das passiert in den Muskeln- und Nervenzellen.

00:07:56: Wenn den Zellen nicht genügend ATP zur Verfügung steht, fehlt schlichtweg die biochemische Energie um normale Aufräumen Heilungsundregenerationsprozesse durchzuführen.

00:08:12: Ein zentraler Fakt der dabei extrem häufig übersehen wird Muskeln benötigen ATP keineswegs nur, um sich anzuspannen.

00:08:22: Sie benötigten ATP vor allem auch dazu, um nach einer Anspannung wieder vollkommen zu entspannen – die Entspannungen einer Muskelphase ist ein aktiver Energieaufwendiger Prozess im Zellinnern.

00:08:37: Fehlt denn Muskelzellen?

00:08:38: Der TreibstoffATP können sich die Allweißverbindung in der Muskelfase nicht mehr voneinander lösen!

00:08:45: Die Muskeln verharren in einer dauerhaften Mikrospanne.

00:08:50: Dies ist die celluläre Ursache für jene extremen, schmerzhaften, verhärteten Punkte im Gewebe, die in der Diagnostik als Tender-Points bekannt sind.

00:09:02: Doch warum fahren die Mitochondrien ihre Leistung überhaupt erst auf ein Minimum herunter?

00:09:08: Die primaire Ursache dafür ist chronischer cellularer Stress.

00:09:13: Genauer gesagt oxidativer und nitrosativer Stress.

00:09:17: Durch anhaltende mentale oder körperliche Belastungen, Umweltgifte, Fehlerernährung, Mikronährstoffmängel oder auch durch chronische abgelaufenen Infektionen entstehen im Körper ununterbrochenfreie Radikale.

00:09:34: Wenn nicht ausreichend Antioxidantien im System vorhanden sind um diese aggressiven Moleküle zu neutralisieren Greifen die freien Radikalen, die empfindlichen Höhlen und die DNA der Mitochondrien direkt an.

00:09:51: Um sich vor der vollständigen Zerstörung zu schützen, schalten die zellulären Kraftwerke in einem Notfall- und Schutzmodus um.

00:09:59: Sie drosseln ihre Energieproduktion ganz bewusst auf ein Minimum, um die Entstehung weiterer schädlicher Nebenprodukte zu verhindern.

00:10:08: Für den betroffenen Menschen bedeutet dieser zelluläre Schutzmose in der Praxis schwere muskuläre Erschöpfung, Nebel im Kopf und chronischer Schmerz.

00:10:20: Ein weiterer entscheidender Baustein im Mosaik der Fibromyalgie sind sogenannte Stilleentzündungen im Englischen oft als Silent Inflammation bezeichnet.

00:10:32: Das sind schwache subklinische Entzündungsprozesse im Körper, die anders als eine akute Entzindung nicht mit hohem Fieber-, Rötung- oder Schwellung einhergehen.

00:10:43: Sie schweilen völlig unbemerkt unter der Oberfläche des Gewebes.

00:10:49: Diese stillen Entzünden schütten kontinuierlich entzündungspfördernde Botenstoffe aus – sogenannte Zytokine!

00:10:58: Über die Blutbahnen gelangen diese Zytokine bis zum Gehirn, überwinden dort die Bluthierenschranke und signalisieren dem zentralen Nervensystem das im Organismus ein Entzündungszustand herrscht.

00:11:13: Das Gehirnschalltet daraufhin ein uraltes neurologisches Schutzprogramm ein – das sogenannte Sickness Behavior.

00:11:21: Dieses Programm sorgt dafür, dass wir uns müde fühlen.

00:11:25: Uns zurückziehen, extrem schmerzempfindlich werden und jede unnötige Bewegung meiden – ein sinnvoller Mechanismus bei einer akuten Grippe um Energie für das Immunsystem zu sparen!

00:11:40: Wenn die Entzündungssignale jedoch chronisch werden, schaltet das Gehirn dieses Schutzprogramm nicht mehr ab.

00:11:47: Der Körper verbleibt Gefangen in diesem Dauerzustand aus Schmerz und Erschöpfung.

00:11:54: Eine der Hauptquellen für genau diese stillen Entzündungen befindet sich im Darm, der Darm ist nicht nur für die Verdauungszuständig sondern beherbergt auch den Großteil unseres Immunsystems und steht über die sogenannte Darmhirnachse in einer ständigen direkten Kommunikation mit dem Gehirn.

00:12:17: Ist die empfindliche Darmschleimhaut geschädigt, wird sie durchlässig.

00:12:21: In der Fachsprache spricht man vom Leaky Gatt-Sendrom.

00:12:25: Durch eine geschädigte Barriere können unvollständig verdauerte Nahrungspartikel, Umweltgifte oder Bestandteile von Bakterienwänden in die Blutbahn gelangen.

00:12:37: Das Immunsystem reagiert sofort mit einer dauerhaften Abwehrreaktion und die Entzündungskaskade bereitet sich im gesamten Körper aus.

00:12:46: Hinzu kommt, dass im Darm ein Großteil der Vorstufen für wichtige Neurotransmitter gebildet wird.

00:12:54: Unter anderem für Serotonin.

00:12:57: Serotonen ist nicht nur unser Stimmungsaufheller sondern spielt eine Schlüsselrolle bei der körpereigenen Schmerzhemmung im Rückenmark.

00:13:06: Fehlt es im Damen Balance und gesunder Mikrobiomvielfalt gerät zwangsläufig auch die Schmerzzregulation in den Gehirn aus den Fugen.

00:13:17: Ein Überreiz des Nervensystems, erschöpfte Zellkraftwerke, stille Entzündung und eine gestörte Darmbarriere bilden das Fundament dieser komplexen Kaskade.

00:13:30: Doch so herausfordernd diese Zusammenhänge auch klingen mögen – sie bergen eine enorm ermutigende Botschaft in sich!

00:13:38: Wenn ein Zustand über so viele Stellschrauben im Körper entsteht bedeutet es auch im Umkehrschluss dass wir an genau diesen Stellschrauben wieder ansetzen können.

00:13:49: Der Körper ist kein defektes System, das man bekämpfen muss sondern ein biologischer Organismus der darauf wartet die richtigen Signale und Bausteine für die Selbstregulation zu erhalten.

00:14:05: um den Schmerzkreislauf nachhaltig zu durchbrechen ist der allererste und wichtigste Schritt dem Nervensystem wieder absolute Sicherheit zu vermitteln.

00:14:15: Solange die innere Alarmanlage auf Dauerfeuer läuft, bleiben alle Heilungsprozesse blockiert.

00:14:22: Ein extrem mächtiges Werkzeug zur Regulation des Nervensystems ist die gezielte Abendatemarbeit.

00:14:30: Das Ausatmen steht in direkter Verbindung mit dem Parasympathikus unserer biologischen Bremse.

00:14:37: Wenn das Ausatmens bewusst verlangsamt wird beispielsweise indem man vier Sekunden lang tief durch die Nase einatmet und anschließend acht Sekunden langsam ausatmet, registriert der Vargusnerv diesen Rei sofort.

00:14:54: Der Vargusnerv sendet augenblicklich das biochemische Signal an das Gehirn und das Herz, dass keine unmittelbare Gefahr besteht.

00:15:04: Die Herzfrequenz sinkt – der Muskeltonus lässt nach Schmerzwahrnehmung wird gedämpft.

00:15:13: Ebenso entscheidend ist der Verzicht auf überfordernde Reize, betroffene Neigen oft dazu aus Verzweiflung extrem harte Maßnahmen zu ergreifen – sei es intensives Hochleistungstraining um den Schmerz wegzu trainieren oder radikale Kälteanwendungen wie Eisbeder.

00:15:33: Bei einem hochgradig sensiblen, überreizten Nervensystem führen solche intensiven Reize jedoch fast immer zu einer erneuten Stressreaktion und einer Verschlimmerung der Symptome.

00:15:47: Besser- und nachhaltiger sind sanfte regenerative Reize – regelmäßige.

00:15:53: Entspannte Spaziergänge an der frischen Luft, achtsames Denen, sanfte Mobilisation und moderate Wärme wie etwa ein warmes Bad mit Magnesiumsalzen, um die Mikrozirkulation im Gewebe sanft anzuregen.

00:16:10: Parallel dazu muss die zelluläre Energieproduktion in den Mitochondrien wieder schrittweise aufgebaut werden.

00:16:18: Damit die Zellen wieder ausreichend ATP produzieren können benötigen sie ganz spezifische Mikronährstoffe, die als Co-Faktoren im Stoffwechsel dienen.

00:16:29: Ganz weit vorne steht hier das Coenzyme Q-X, welches direkt in der Atmungskette der Mitochondrien benötigt wird um Elektronen zu übertragen und Energie zu erzeugen.

00:16:42: Ebenso essentiell sind B-Vitamine – insbesondere die Vitamine B-I, B-VI und B-II, die für das Nervensystem und den Kohlenhydratstoffwechsel unentbehrlich sind!

00:16:55: Magnesium spielt eine herausragende Rolle, da es an mehreren hundert enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist und die Voraussetzung dafür schafft dass sich verkrampfte Muskeln überhaupt wieder lösen können.

00:17:10: Auch die Alpha Liponsaure ist ein mächtiges Werkzeug, da sie sowohl Wasser als auch fettlösliche freie Radikale neutralisieren kann und die Regeneration anderer Antioxidantien unterstützt.

00:17:25: Ein weiterer unterschätzter Baustein für die celluläre Erholung ist Kreatin.

00:17:30: Kreatine ist keineswegs nur ein Nahrungsergänzungsmittel für den Kraftsport – im menschlichen Körper fungiert Kreatien als direkter, blitzschneller Energiespeicher für verbrauchtes ATP.

00:17:43: Wenn einer Zelle durch Dauerstress die Puste ausgeht kann Kreatinen das verbraochte Molekül innerhalb von Millisekunden wieder aufladen!

00:17:53: Dies stellt sowohl für die von Dauerspannung betroffene Muskulatur als auch für das energetisch erschöpfte Gehirn eine enorme Unterstützung dar, um der zentralen Erschöpfung entgegenzuwirken.

00:18:08: Um die stillen Entzündungen im Gewebe systematisch abzukühlen spielen hochwertige Omega-III Fettsäuren insbesondere EPA und DHA eine zentrale Rolle.

00:18:21: Sie werden direkt in die zellulären Membranen eingebaut, halten die Hüllen der Zellen geschmeidig und dienen dem Körper als Grundbaustoff für die Bildung von sogenannten resolvinen körpereigenen Botenstoffen, die Entzündungsprozesse aktiv beenden und abklingen lassen.

00:18:40: Ergänzend dazu braucht es eine Ernährungsweise, die den Körper entlastet statt ihn zusätzlich zu

00:18:47: fordern.".

00:18:48: Der Fokus sollte dabei auf naturbelassenen, unverarbeiteten und nährstoffreichen Lebensmitteln liegen.

00:18:56: Reichlich buntes Gemüse liefert wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien die freien radikale Abfang.

00:19:05: Hochwertige Fette- und saubere Proteinquellen stellen die Bausteine für zellmembranen Botenstoffe.

00:19:15: Gleichzeitig sollten hochverarbeitete Industrieprodukte, raffinierter Zucker, gehärtete Transfette und künstliche Zusatzstoffe so weit wie möglich reduziert werden, da diese im Darm und im Gewebe nachweislich Entzündungsschübe anfeuern können.

00:19:33: Die gezielte Pflege der Darmgesundheit rundet diesen ganzheitlichen Ansatz ab!

00:19:39: Durch den Einsatz von prébiotischen Ballerstoffen, die der nützlichen Darmbakterien als Nahrung dienen sowie durch fermentierte Lebensmittel kann die Mikrobiomvielfalt wieder aufgebaut werden.

00:19:53: Eine intakte Darmschleimhaut verhindert das Eindring von Entzündungsauslösern in die Blutbahn, entlastet das Immunsystem und legt das Fundament für eine funktionierende Neurotransmittersynthese.

00:20:10: Pyromialgie ist zweifellos eine riesige körperliche und mentale Herausforderung.

00:20:17: Aber sie ist keineswegs ein unveränderbarer Endzustand, mit dem man sich für den Rest des Lebens abfinden muss – wenn man aufhört den Schmerz als isoliertes Symptom zu betrachten und anfängt den menschlichen Organismus Aus Nerven, Zellen, Immunsystem und Stoffwechsel zu verstehen eröffnet sich ein völlig neuer Weg.

00:20:45: Es geht absolut nicht darum von heute auf morgen das gesamte Leben radikal umzukrempeln oder die Symptome mit aller Macht zu unterdrücken – es geht darum dem Körper jeden Tag aufs neue kleine sanfte und biologisch sinnvolle Impulse zu geben!

00:21:05: Eine bewusste Atempause zur Beruhigung des Nervensystems.

00:21:09: Nährstoffreiche Bausteine für die Mythochondrien, sanfte Wärme für die Muskeln und vor allem Geduld- und Achtsamkeit mit dem eigenen Körper.

00:21:19: Wenn der Körper und das System die benötigten Bausteinen – die richtige Nährstoffbasis und den nötigen Schutz erhält, kann er Schritt für Schritt lernen dass der Dauerstress nachlässt.

00:21:31: Und die Energie sowie die Schmerzfreiheit dürfen Stück für Stück in den Alltag zurückkehren.

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